Dienstag, 15. Oktober 2019
Zahlungsdienstleisterrichtlinie

WKÖ: Aufschub der Umsetzungsfrist erreicht

Hintergrund |Stefanie Bruckbauer | 30.07.2019 | |  
Mit der Zahlungsdienstleisterrichtlinie, die die missbräuchliche Verwendung von Zahlungsmitteln verhindern soll, stehen Neuerungen bei Online-Zahlungen bevor. Wie die WKÖ informiert, konnte nun ein Aufschub der Umsetzungsfrist erreicht werden, so dass Betriebe mehr Zeit für die Umstellung haben.

Die Zahlungsdienstleisterrichtlinie soll die missbräuchliche Verwendung von Zahlungsmitteln verhindern. Künftig wird die so genannte 2-Faktor-Authentifizierung verpflichtend. „Das heißt, dass sich der Kunde im Rahmen der Zahlung zumindest über zwei Faktoren (also etwa Chip in der Karte plus Passwort, oder Passwort plus TAN) identifizieren muss“, erklärt die WKÖ.

Das Inkrafttreten dieser neuen Vorgaben war ursprünglich bereits für den 14. September 2019 geplant. Der WKÖ ist dahingehend ein „erfreulicher Schritt im Sinne der betroffenen Betriebe“, wie es heißt, gelungen, es konnte nämlich ein Aufschub dieser Frist in Form einer Nachsicht erreicht werden. Die Kammer erläutert: „Die Finanzmarktaufsicht FMA wird von einer von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA eingeräumten Möglichkeit Gebrauch machen, betroffenen Zahlungsdienstleistern einen Aufschub zu gewähren und klärt dazu gerade auf internationaler Ebene die genauen rechtlichen und zeitlichen Rahmenbedingungen.“

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf dazu: „Die neue Richtlinie erfordert in vielen Bertrieben technische Adaptierungen für die Abwicklung von Online-Zahlungen. Wir freuen uns, dass nach konstruktiven Gesprächen der Wirtschaftskammer mit der FMA nun ein Aufschub dieser Umsetzungsfrist fix ist. So haben betroffene Betriebe mehr Zeit, sich über etwaige notwendige technische Aufrüstungen zu informieren und diese umzusetzen.“

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