Mittwoch, 1. April 2020
Guidelines – Wer offenhalten und was dabei verkaufen darf

WKÖ: Verkauf von Elektrogeräten in Supermarkt & Co untersagt

Die Branche | Dominik Schebach | 16.03.2020 | Downloads | | 18  
Welche Betriebe müssen aufgrund der von der Bundesregierung verabschiedeten Maßnahmen wegen des Corona-Virus geschlossen bleiben? Welche dürfen zumindest eingeschränkt offen bleiben? Aufgrund der Vorgaben des Sozialministeriums hat die Wirtschaftskammer dazu eine detaillierte Liste veröffentlicht – inklusive der Regelung, welche Produktgruppen jeweils verkauft werden dürfen.

Mit den Richtlinien gibt es auch eine genaue Abgrenzung der Produkte, die ein Unternehmen verkaufen darf, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Grundsätzlich gilt: Handelsbetriebe, die ein breitgefächertes Sortiment führen, dürfen ausschließlich ausgenommene Waren verkaufen (z.B. darf Baustoffhandel an Privatkunden ausschließlichFuttermittel verkaufen). Hier einige für die Elektrobranche relevante Beispiele:

  • Die Belieferung von Baustellen durch den Baustoffhandel ist weiterhin zulässig, ebenso die Belieferung von Handels- und Gewerbebetrieben durch den Großhandel – allerdings muss dieser seine Verkaufsgeschäfte für gewerbliche Kunden ebenfalls geschlossen halten.
  • Mischbetriebe im Handel, die sowohl Lebensmittel/Futtermittel/Drogerie Artikel also auch andere Produkte, wie z.B. Spielzeug, Räder, Elektrogeräte verkaufen, dürfen nur für den Verkauf von Lebens- und Futtermittel sowie Drogerieartikel offen gehalten werden – der Rest darf nicht verkauft werden.
  • Betriebe der Elektro- und Alarmanlagentechnik dürfen für die Wartung kritischer Infrastruktur und Notfall-Dienstleistungen offen gehalten werden, die Verkaufsgeschäfte müssen jedoch geschlossen bleiben.
  • Handyshops und Geschäftslokale für Telekommunikationsdienstleistungen dürfen offen gehalten werden (inkl. Installation und Wartung von Kommunikationsdiensten und -geräten).

Für Dienstleistungs- und Service-Betriebe gilt (bei Privatkunden zuhause):

  • Montagen (etwa durch Dienstleistungs- bzw. Produktionsbetriebe) sind zulässig, Lieferungen ebenso
  • Beratungsdienstleistungen beim Kunden in dessen Betriebsstätte sind unzulässig (Alternative: Online, Telefon etc.)
  • Akute Schadensbehebung sind als Notfall-Dienstleistungen zulässig (z.B. Strom, Wasser, Gas, Wärme, Aufsperrungen)

Das PDF mit den Richtlinien finden Sie hier im Download.

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Stand: 16.03.2020, 15:00 Uhr

Kommentare (18)

  1. Hallo WKO, schlaft ihr ? oder seid ihr nur für die Grossmärkte zuständig, dann verlangt aber von den Kleinen keinen Beitrag mehr, den um dieses Geld was ihr da einhebt können sich die KMU’s auf jeden Fall mehr machen als ihr mit diesem NIX.

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  2. Es ist einfach eine Sauerei was hier betrieben wird. Es wird in ORF nur von den Handelsketten
    und ihren fleisigen Mitarbeitern berichtet. Alle anderen wie Bäcker Fleischer und. dessen Mitarbeiter usw. werden niemals erwähnt. Die großen Handelsketten tun und lassen was sie wollen, und unsere Regierung schaut zu wie unserer kleinen Geschäfte den Bach runter gehen. Frage: Ist das gewollt!!!!!!!

  3. wann wird endlich was gegen die grossen handelsketten metro spar hofer unternommen die verkaufen einfach alles tv geräte wäsche unsw.
    eine Frechheit und keiner tut was!! viele kinder u alte Leute im Metro!!!

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  4. Hat nicht gerade die WKO die rechtlichen Möglichkeiten da tätig zu werden?
    Was ist mit Anzeigen betreffend Missachtung der Verordnungen bzw. Verfahren wegen unlauterem Wettbewerb?
    Oder will man da die zahlenden WKO Mitglieder und Konzerne l in der Sparte Lebensmittelhandel nicht verärgern?

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    1. Ist ein weiteres Beispiel um was sich die WKO so kümmert.
      Deren Sprache, da werden wir, da sollten wir, könnte man, ist in Arbeit, usw.

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  5. Die WKO ruft zwar lobenswerter Weise zu Fairness auf, das geht den Lebensmittelketten allerdings am Arsch vorbei, da zählt nur der Profit!
    Ihre MitarbeiterInnen sind Helden, die Bosse genau das Gegenteil!

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  6. Als erster ,Händler sind die Hofer-Märkte anzuführen, die verkaufen alles ( E-Geräte Gartengeräte, Spielwaren u.s.w.) und keiner macht etwas.

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  7. War heut in der Metro LINZ wollte ein TV Gerät kaufen, dieser Bereich ist komplett abgesperrt und mir wurde leider mitgeteilt das dies zur Zeit nicht möglich sei. War zwar sehr enttäuscht aber was solls meine Lebensmittel habe ich bekommen ein ander mal

    1. Das ist aber neben Fahhrädern das EInzige, das bei METRO weggesperrt ist. Alles andere wird verkauft, Sogar Kleidung, Bürometerial und Spielsachen.

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    1. Also eine Waschmaschine kann man ja gerade noch selber anschließen … Stromkabel, Wasserschlauch, läuft …
      Scherz beiseite: Soweit ich das verstanden habe, darf ein Gerät tatsächlich geliefert werden und auch angeschlossen, wenn man Abstand zueinander hält ….

      Das kann aber mit Sicherheit die WKÖ beantworten.

    1. Dann ruft man beim Elektrofachhändler seines Vertrauens an, der berät einen am Telefon oder via Internet und wenn sich der „dumme Endverbraucher“ dann für ein Gerät entschieden hat, wird es vom Elektrohändler geliefert … so einfach ist das! 🙂

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  8. Und wer überprüft das? Bzw. wird es bestraft wen sich wer nicht daran hält?
    In einem anderen Leserkommentar (https://elektro.at/2020/03/17/das-coronavirus-und-die-folgen/) steht, dass Metro in Linz die Elektroabteilung offen hat und die Leute dort mehr Fernseher kaufen als Lebensmittel. Außerdem hört man, dass Billa stellenweise Gartengeräte verkauft, die es sonst nur im Baumarkt oder Gartencenter gibt …falls das stimmt, ist das eine Sauerei! Die Händler sollten zusammenhalten und NICHT die Situation auf Kosten anderer ausnutzen. … noch dazu so große Ketten, die eh genug Rücklagen haben!

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    1. auch die firma müller, die eigentlich nur für drogerieartikel offen haben sollte, verkauft nach wie vor an manchen standorten spielwaren und co! das gehört sich nicht!

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