Mittwoch, 23. September 2020
„Digitalsteuer trifft nicht Google, sondern heimische Unternehmen“

Digitalsteuer: Bundessparte Handel fordert Steuergerechtigkeit

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 04.09.2020 | |  
(Bild: Andreas Hermsdorf/ pixelio.de ) (Bild: Andreas Hermsdorf/ pixelio.de ) Seit Jänner dieses Jahres gibt es in Österreich die Digitalsteuer auf Einnahmen aus Onlinewerbung. Google wird diese künftig an seine Werbekunden, also an österreichische Unternehmen, weiterverrechnen. Das WKÖ Bundesgremium Internethandel sieht sich in seinen Befürchtungen bestätigt.

Google plant die in Österreich seit Jänner dieses Jahres geltende Digitalsteuer auf Einnahmen aus Onlinewerbung ab 1. November 2020 seinen Werbekunden weiter zu verrechnen – Die WKÖ Bundessparte Handel sieht sich in ihren Befürchtungen bestätigt. „Wie sich nun zeigt, trifft die Digitalsteuer letztlich nicht die ausländischen Internet-Giganten, sondern all jene österreichischen Unternehmen, die auf Google werben“, sagt Martin Sonntag, Obmann des Bundesgremiums des Internethandels. „Hier gilt es, Steuergerechtigkeit herzustellen.“

Aus Sicht der Bundessparte Handel und des Bundesgremiums des Versand-, Internet und allgemeinen Handels in der Wirtschaftskammer ist „eine international harmonisierte Lösung auf OECD-Ebene notwendig“. Sonntag dazu: „Wir müssen faire Wettbewerbsbedingungen schaffen, um eine steuerliche Gleichbehandlung aller Unternehmen zu ermöglichen.“ Statt einer zusätzlichen Steuer sollten die derzeit verfolgten internationalen Besteuerungskonzepte der OECD wie die Besteuerung der digitalen Leistungen in den Absatzmärkten weiterverfolgt werden. „Das würde dazu beitragen, dass Gewinne dort besteuert werden, wo sie erwirtschaftet werden“, sagt Martin Sonntag.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.