Donnerstag, 18. August 2022
Umsatzplus von mehr als 12%

Unito-Gruppe: Es läuft fantastisch

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 09.10.2020 | |  Unternehmen
Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung der UNITO-Gruppe, berichtet von positiven Entwicklungen und verändertem Konsumverhalten. (Bild: Unito) Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung der UNITO-Gruppe, berichtet von positiven Entwicklungen und verändertem Konsumverhalten. (Bild: Unito) Die Unito-Gruppe (ua mit den Marken Otto, Quelle und Universal) profitiert massiv vom coronabedingten Digitalisierungs-Push und vom veränderten Kaufverhalten der Konsumenten. In der ersten Geschäftsjahreshälfte wurden mehr als 200 Millionen Euro Umsatz generiert – ein Plus von 12,8%. Die Sortimentsgruppe Möbel konnte auf Grund des „Stay at home“-Trends sogar um +41% zulegen.

Für die Unito (mit den Marken Otto, Universal, Quelle, Lascana) mit Sitz in Salzburg und Graz läuft es derzeit sehr gut: Das Unternehmen realisierte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020/21, also im Zeitraum von 1. März bis 31. August 2020, einen Gesamtumsatz von 201,5 Millionen Euro, was (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) einer Steigerung von +12,8% entspricht.

Im direkten Warengeschäft mit dem Kunden (Kundenumsatz) legt die Unito-Gruppe sogar noch deutlicher zu: „Mit einem Umsatz-Plus von 18% wachsen unsere Marken mehr als doppelt so stark wie der Markt (Anm.: rd. 7%) und gewinnen Marktanteile“, so Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung der Unito-Gruppe. Und: „Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Kunden uns die Treue gehalten haben und wir sie mit unserem Angebot sowie unserer Verlässlichkeit durch diese herausfordernden und turbulenten Zeiten begleiten durften.“

Deutliche mehr Neukunden

Besonders erfreut zeigt man sich bei der Unito-Gruppe über die deutlich gewachsene Zahl an Neukunden, die Gutschi unter anderem im „Digitalisierungs-Push seit Ausbruch der Corona-Pandemie“ begründet sieht. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres gewann die Unito nahezu 400.000 neue Kunden (was einer Steigerung von mehr als +20% im Vorjahresvergleich entspricht). „Viele Menschen kaufen während des bzw. im Anschluss an den Lockdown überhaupt das erste Mal im Internet. Sie verlieren durch die erzwungene Verlagerung des Lebens ins Digitale auch die Scheu vor Onlinekäufen“, sagt Gutschi.

Noch nie dagewesener „Stay at home“-Trend

Seit Beginn der Corona-Pandemie konsumieren die Leute bewusster und kaufen verstärkt im heimischen (Online-)Handel. Das bestätigt auch die KMU Forschung Austria in ihrer „E-Commerce-Studie Österreich 2020“, in der von einem Rückgang jener Ausgaben im Distanzhandel berichtet wird, die österreichische Konsumenten bei ausländischen Distanzhändlern tätigen. „Von dieser steigenden Loyalität aber auch von einem noch nie dagewesenen ‚Stay at home‘-Trend profitieren wir bei der Unito-Gruppe“, sagt Gutschi. „Ein schönes Zuhause gewinnt immer mehr an Bedeutung, weite Teile der Bevölkerung können und wollen ihr Geld aktuell nicht für Autos oder Urlaube ausgeben, sondern investieren in ihr Zuhause. Diese Entwicklung sorgt in unserem Living-Segment (Möbel, Haushaltswaren, Heimtextilien) für ein deutliches Umsatzwachstum von +41% in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres, im Baumarkt-Segment wachsen wir mit +54% sogar noch deutlicher.“

Als Reaktion auf den „Stay at home“-Trend baut der heimische E-Commerce-Player in diesem Bereich das gesamte Sortiment weiter aus: „Von günstigen Eigenmarken zum Einsteigerpreis über ein breites Mittelsegment, nachhaltige Marken und Kooperationen mit Designern bis hin zu Premium-Marken“, zählt Gutschi auf.

Retourenquote sinkt „heuer ganz besonders“

Gutschi berichtet von einer interessanten Entwicklung in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020/21: „Kunden retournieren deutlich weniger Ware. In allen Sortimentsgruppen (Textil, Living, Technik) sinkt die Retourenquote um rund 10% zum Vorjahr.“ Das veränderte Konsumverhalten werde auch in den Sendungsmengen deutlich, wie der GF anmerkt: „Während die Ausgangssendungen um +7,6% steigen, gehen die Retourenpakete um -11,2% zurück. Maßnahmen zur Qualitätssicherung (Anm.: Also detailliertere Artikelbeschreibung, besseres Bildmaterial, stärkere Motivation der Kunden zu Bewertungen) sowie die generelle Tendenz zum nachhaltigeren und überlegteren Einkauf lassen die Retourenquote seit Jahren stetig, aber heuer ganz besonders, sinken.“

„Aufgrund der Corona-Pandemie sind Produkte stärker gefragt, die von jeher weniger retourenintensiv sind, wie etwa Fashion-Basics oder Living-Artikel. Kunden hatten aufgrund von Lockdown oder Kurzarbeit deutlich mehr Zeit, sich ganz genau zu überlegen, was sie kaufen. Und natürlich war die Toleranz, ein Produkt zu behalten weitaus größer, da man sich den Weg zur Post oder zum Paketshop ersparen wollte“, erläutert Harald Gutschi. Langfristig rechnet das Unternehmen mit einer sinkenden Retourenquote von rund 5%.

Dankbar

Aufgrund der aktuell positiven Entwicklung geht man bei der Unito-Gruppe optimistisch in die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2020/21. Harald Gutschi dazu: „Wir sind uns bewusst, dass wir weitaus besser durch die Corona-Krise gekommen sind als viele andere Unternehmen. Dass uns bestehende, aber auch neue Kunden in dieser so schwierigen Zeit ihr Vertrauen geschenkt haben, macht uns dankbar. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres erachten wir als Unito-Gruppe – bei aller gebotener Vorsicht aufgrund der nicht absehbaren weiteren Entwicklung der Corona-Krise – ein Umsatzplus im deutlich zweistelligen Bereich für das Gesamtgeschäftsjahr als durchaus möglich.“

 

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