Dienstag, 28. September 2021
Editor's ChoiceUrbanes Shoppingkonzept und Hightech-Showcase

IKEA Wien Westbahnhof eröffnet am 26. August

Hintergrund Die Branche | Dominik Schebach | 29.07.2021 | | 5  
Das Projekt-Team hinter dem neuen City Store von IKEA am Wiener Westbahnhof: Rodolphe de Campos, Maimuna Mosser, Uwe Blümel, Johanna Cederlöf, Claudio Winkler (v.l.). Das Projekt-Team hinter dem neuen City Store von IKEA am Wiener Westbahnhof: Rodolphe de Campos, Maimuna Mosser, Uwe Blümel, Johanna Cederlöf, Claudio Winkler (v.l.). Nach zweijähriger Bauzeit ist es nun so weit. Am 26. August 2021 eröffnet IKEA seinen ersten innerstädtischen Standort in Österreich. Was das neue Möbelhaus so besonders macht, ist das Mobilitätskonzept für die Kunden: Der neue IKEA Store ist komplett „autofrei“, stattdessen ist der Standort konsequent auf die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel und Radfahrer ausgerichtet.

Mit seinen begrünten Fassaden und viel Raum für die Menschen – von der Gastronomie bis zur allgemein zugänglichen Dachterrasse – will IKEA seinen neuen Standort am Wiener Westbahnhof nicht nur als Einrichtungshaus positionieren, sondern auch als Ort der Begegnung und Landmarke sowie als „Grüne Vision“. Dazu wurde das Projekt über einen Zeitraum von insgesamt zehn Jahren entwickelt.  „Wir sind einen weiten Weg gegangen von den ‚blauen Boxen’ auf der grünen Wiese hin zu einem City Store, der seinesgleichen sucht. Wir wagen dieses Experiment, weil sich das Kundenverhalten und auch die Mobilitätsgewohnheiten rasant verändert haben“, erklärt Rodolphe de Campos, Country Finance Manager bei IKEA Österreich und Mastermind hinter dem Projekt. „Mit diesem Konzept gelingt uns die Verschmelzung von Online und Offline sowie von Freizeit-Treffpunkt und einzigartigem Shoppingerlebnis.“

Das siebengeschossige Gebäude beherbergt auf insgesamt fünf Ebenen das IKEA Einrichtungshaus. In den beiden oberen Stockwerken befindet sich die Accor Hotelmarke JO&JOE, deren Hospitality Konzept sich besonders an junge Menschen und Geschäftsreisende richtet. Für weiteres Service sorgen vier Geschäfte (Apotheke, Hörgerätestudio, Friseur und Bäckerei), die dort schon zuvor angesiedelt waren. Auf der öffentlich zugänglichen Dachterrasse ist schließlich auch das Gastronomieangebot platziert, welches zum Verweilen einladen soll.

Neues Einkaufserlebnis

Interessant aus Branchensicht wird es dann im Inneren des Kaufhauses. Denn IKEA Wien Westbahnhof soll nach dem Willen der Projektentwickler den Fokus klar auf die Erwartungen und Wünsche städtischer Kunden nach Mobilität ohne Auto legen. „Der neue IKEA Store ist komplett autofrei – das Konzept ist gänzlich auf Fußgänger, Öffi-Nutzer und Radfahrer ausgerichtet und spart rund 350.000 Autofahrten, also 1.000 Tonnen CO2, gegenüber einem herkömmlichen Einrichtungshaus“, so Maimuna Mosser, Country Business Development Managerin bei IKEA Österreich.

Im neuen IKEA Einrichtungshaus werden dennoch neue Einrichtungsideen und das gesamte IKEA Sortiment gezeigt. „Besucher können alles ansehen, ausprobieren, fühlen, testen und gemeinsam mit unseren kompetenten Mitarbeitern planen“, ergänzt Johanna Cederlöf, Market Managerin bei IKEA Wien Westbahnhof. Ein traditionelles Möbellager gibt es jedoch nicht: Kunden können vor Ort kleine Produkte kaufen, die mit den Öffis oder dem Fahrrad transportierbar sind – über 3.000 Artikel sind zum Mitnehmen lagernd. Alle größeren Produkte werden mittels Lieferung oder per Click & Collect zum Abholen bestellt.

Interaktion von Online- und Offline

Dazu soll auch das Omnichannel-Shoppingerlebnis laufend optimiert werden. So sei alles, was für einen Einkauf im neuen IKEA Wien Westbahnhof benötigt wird, das Handy und die IKEA App. Damit erhalten Kunden eine Übersicht über das Sortiment, können Einkaufslisten erstellen und online bestellen. Schließlich ermöglicht die Funktion Scan & Pay in der App, Produkte im Store selbst zu scannen. Die tragbaren Produkte lassen sich damit laut IKEA ohne lange Wartezeiten an einer eigenen Kassa bezahlen. Neue digitale Screens im IKEA Wien Westbahnhof sollen zudem für Inspiration sowie Informationen sorgen. Self-Service Lösungen unterstützen beim Einkauf.

Auch bei der Logistik und dem Handling der Produkte im Haus setzt IKEA auf Hightech. In der untersten Ebene befindet sich ein vollautomatisiertes Lager, das die Ware mithilfe von Transferschlitten, Robotern und Förderbändern ein- und auslagert und mit Warenaufzügen im gesamten Einrichtungshaus verteilt. Auf allen vier Ebenen werden die Verkaufsfächer täglich zweimal ausgefüllt. Ein weiteres innovatives System stellt der überdimensionale Drehteller dar, auf den der LKW zur Warenanlieferung fährt. Für die Entladung wird dieser um 180 Grad gedreht, um das aufwendige Rückwärtsfahren und Piepsen zu vermeiden.

Fassadenbegrünung und eine eigene PV-Anlage auf dem Dach sollen schließlich bei der Klimatisierung helfen bzw Strom für den Betrieb erzeugen – gleichzeitig unterstreicht damit IKEA nochmals seinen grünen Anspruch.

Click & Meet

Laut IKEA ist der Eintritt in der Eröffnungsphase nur mit elektronischem Einlass-Ticket Click & Meet möglich, um allen Besuchern ein entspanntes und sicheres Einkaufen zu ermöglichen. So werde sichergestellt, dass IKEA Wien Westbahnhof ein sicherer Ort sei.

 

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Kommentare (5)

  1. Nicht vergessen, die IKEA Karte!
    Weiter auch den Weit- und Kurzblick mitnehmen, bei IKEA kann man Marketing, Warenplatzierung!

    1

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