Dienstag, 19. Oktober 2021
Herausforderungen auf dem Weg zur intelligenten Stadt

Magenta stellt Smart City-Studie vor

Telekom Hintergrund | Dominik Schebach | 05.08.2021 | |  
Erwartungen an die Smart City sind durchaus unterschiedlich: Während Entscheider in der Verwaltung und Bürgermeister die Smart City eher technisch sehen, erwartet sich die Bevölkerung durch eine Smart City mehr Lebensqualität. Erwartungen an die Smart City sind durchaus unterschiedlich: Während Entscheider in der Verwaltung und Bürgermeister die Smart City eher technisch sehen, erwartet sich die Bevölkerung durch eine Smart City mehr Lebensqualität. Smart ist das neue Modewort. Neben Smart Home und smarten Unternehmen gilt dies auch zunehmend für Smarte Citys bzw. Gemeinden. Allerdings sind hier die Erwartungen durchaus unterschiedlich, wie eine heute von CCO Business Werner Kraus präsentierte Untersuchung zu Smart Citys von Magenta Telekom zeigt. Während sich Bürgermeister durch den Einsatz von Internet of Things und Vernetzung in erster Linie Lösungen für konkrete Probleme wie Verkehr, Abwanderung oder Service erhoffen, sehen die Bürger das Thema ganzheitlicher. Sie erwarten sich von Smart Citys schlicht mehr Lebensqualität.

Es ist ein neues Thema, das bei Bürgermeistern und Bürgern sowie den Entscheidern in der Verwaltung unterschiedliche Erwartungen weckt. In vielen Fällen können sich die Betroffenen noch nicht viel unter Smart Citys vorstellen, wie die Magenta gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Triple M durchgeführte StudieDer Weg zur modernen Stadt“ zeigt. Für diese Studie wurde Bürgermeister und Bürger in ganz Österreich zu ihren Vorstellungen zu einer Smart City befragt. Dabei hat sich gezeigt, dass 58% der Befragten der Begriff Smart City noch nicht geläufig sei. 42% kennen den Begriff aus der Berichterstattung der Medien und Praxisbeispielen.

„Bezüglich der Smart City besteht noch ein großer Informationsbedarf“, erklärt deswegen auch Magenta CCO Business Werner Kraus. „Derzeit besteht noch ein Kluft im Verständnis von Smart City bei Entscheidungsträgern und der Bevölkerung. Während Bürgermeister Smart City mit Digitalisierung und Technologie assoziieren, verbindet die Bevölkerung Smart City vor allem mit Lebensqualität und Stadtplanung. Dh, die Entscheider sehen das Thema eher von der technischen Seite für die Lösung von Probleme wie der Beschleunigung von Abläufen in der Verwaltung, Kostenreduktion, als Mittel gegen die Abwanderung und zur Lösung von Problemen beim Verkehr oder der Zersiedelung. Die Bevölkerung erwartet sich dagegen von Smart Citys eine Erleichterungen im Alltag, eine Steigerung der Lebensqualität, vereinfachte Abläufe – womit wiederum Zeit und Geld gespart werden – sowie transparente Informationen. Unternehmen schließlich profitieren bei Smart Citys von der verbesserten Infrastruktur sowie Breitbandanbindung und sind attraktiver für Arbeitnehmer.“

Während das Potenzial einer Smart City also durchaus gesehen wird, fürchten allerdings die Gemeindevertreter die damit verbundenen Kosten. Denn viele Gemeinden können die damit verbundenen Investitionen nicht stemmen und wünschen sich deswegen überregionale Konzepte, Zusammenschlüssen zwischen einzelnen Gemeinden bzw standardisierte Lösungen. Aber auch auf Seiten der Bevölkerung bestehen Bedenken gegenüber dem Konzept der Smart City: So sehen viele Bürgerinnen und Bürger Probleme im Bereich Datenschutz sowie der Abhängigkeit von Technologien. Daneben fürchten vor allem ältere Menschen, durch die zunehmende Digitalisierung den Anschluss an die Gesellschaft zu verlieren.

Rolle der Netzbetreiber

Magenta sieht die Rolle der Netzbetreiber bei Smart Citys einerseits im Bereich der Infrastruktur – durch die Bereitstellung von 5G, Narrowband-IoT oder Glasfaseranbindungen – andererseits als Lösungsanbieter für Internet of Things-Anwendungen. „Als Telekommunikationsunternehmen loten wir die Möglichkeiten smarter Konzepte gemeinsam mit Gemeinden, Städten und Endkunden langfristig aus. Konzepte zu Smart City beinhalten wirtschaftliche, technische und soziale Innovationen. Städte und Gemeinden können damit effizienter, lebenswerter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver gestaltet werden“, ist Kraus überzeugt.

Ein Beispiel dafür ist die Smart Waste-Lösung von Magenta. Während der Corona bedingten Lockdowns haben die österreichischen Entsorgungsbetriebe rund ein Drittel mehr Abfall bei Privathaushalten und Einbrüche von 80% beim Gewerbeabfall verzeichnet. Das Smart Waste Collection Portal von Magenta Business und SLOC, dem Hardware Produzenten für IoT-Lösungen, reagiert automatisch auf veränderte Anforderungen bei der Entsorgung, indem die Füllstände mit Hilfe von Sensoren verfolgt und somit die Routen zur Entleerung der Tonnen automatisch berechnet werden. So wird nicht nur CO2 gespart, auch die Ressourcen der jeweiligen Betriebe werden effizienter eingesetzt.

Andere IoT-Lösungen von Magenta für die intelligente Stadt umfassen das Thema Mobilität (wie Parkleitsysteme, Ladestationen, Green Mobility, Sharing-Modelle), aber auch die effiziente und ressourcenschonende Steuerung der Gemeinde hat eine hohe Bedeutung, gefolgt von intelligenten Mobilitätskonzepten sowie Bewässerungs- und Beleuchtungslösungen zur Steigerung der Energieeffizienz, oder Luftgütemessung. Im Zusammenhang mit Corona wurde diese IoT-Technologie auch auf Innenräume übertragen, um z.B. die Aerosolbelastung in Klassenräumen zu messen und damit rechtzeitiges Lüften zu ermöglichen.

Diesen Beitrag teilen

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

− 2 = 2

An einen Freund senden