Dienstag, 9. August 2022
Was es braucht damit die Energiewende gelingt

APG: Fünf Wünsche ans Energiechristkind

Energiezukunft | Julia Jamy | 23.12.2021 | |  
Insgesamt investierte APG nach eigenen Angaben heuer rund 360 Millionen Euro für den Aus- und Umbau der Netzinfrastruktur. Insgesamt investierte APG nach eigenen Angaben heuer rund 360 Millionen Euro für den Aus- und Umbau der Netzinfrastruktur. (© APG) Bis 2030 soll der gesamte Strombedarf Österreichs aus erneuerbaren Quellen stammen. Für die zeitgerechte Umsetzung müssen aber noch einige Rahmenbedingungen verbessert werden. Die APG hat daher fünf Wünsche ans Energiechristkind, damit die Energiewende gelingt und Österreich klimafit wird.

Österreich hat laut APG mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz den ersten Schritt in Richtung eines nachhaltigen Energiesystems gemacht. „Als zentraler Akteur in der Energiewirtschaft ebnet Austrian Power Grid (APG) mit seiner Strominfrastruktur und deren Modernisierung den Weg für die Integration der erneuerbaren Energien bei gleichzeitig sicherer Stromversorgung. Zusätzlich gilt es mittels modernster, digitaler Plattformtechnologien alle Akteure des Energiesystems zu integrieren. Dies alles ist die Voraussetzung, um die Klima- und Energieziele Österreichs zu erreichen.“, sagt Gerhard Christiner, technischer Vorstand von APG.

Totalumbau

Insgesamt investierte APG nach eigenen Angaben heuer rund 360 Millionen Euro für den Aus- und Umbau der Netzinfrastruktur. In den kommenden zehn Jahren sollen sogar 3,5 Milliarden Euro in die Strominfrastruktur der APG gesteckt werden. Der Netzentwicklungsplan beinhaltet 46 Projekte. „Damit verbunden ist ein Totalumbau unseres Stromsystems durch wichtige Leitungsgroßprojekte wie die Weinviertel-, Salzburgleitung oder den Zentralraum Oberösterreich sowie die Errichtung 20 neuer Umspannwerke als Einspeisepunkte für die überregionale Verteilung der erneuerbaren Energieträger. “, sagt Thomas Karall, kaufmännischer Vorstand von APG.

Schnelle Genehmigungsverfahren als wichtigstes Anliegen

Mit einer zeitgerechten Umsetzung der bereits jetzt in Planung befindlichen und den zukünftigen neuen APG-Projekten sowie den Vorhaben der anderen Akteure des Stromsystems soll der Grundstein für das Gelingen einer versorgungssicheren Energiewende gelegt werden. „Weitere Zeitverzögerungen bei der Umsetzung der Projekte haben sowohl für die Energiewende als auch die sichere Stromversorgung negative Folgen. Wir tun alles, in unserer Macht stehende, um die Netzinfrastrukturprojekte in Plan umzusetzen. Gleichzeitig ist aber klar, dass für die zeitgerechte Umsetzung noch einige Rahmenbedingungen verbessert werden müssen. Daher ist die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren 2022 vom Gesetzgeber auf den Weg zu bringen. Auch bei allen anderen wesentlichen Punkten besteht dringender Handlungsbedarf.“, sind sich beiden APG-Vorstände einig.

Für die APG müssten daher folgende fünf Packerl unter dem Christbaum liegen:

  1. Schnellere Genehmigungsverfahren – beschleunigtes Verfahren für das Upgrade von Stromleitungen
  2. Abgestimmte Gesamtsystemplanung (Speicher, Netz, Produktion, Reserven, Nutzung modernster digitaler Plattformtechnologien)
  3. Schutz von Planungs- und Bestandstrassen
  4. Gesicherte Finanzierung durch ein modernes Regulierungssystem
  5. Ausstattung der Behörden mit genügend Ressourcen

„Wenn es uns gemeinsam gelingt, in diesen fünf Bereichen die Weichen zu stellen und gleichzeitig vom Planen ins Tun zu kommen, dann werden wir den Zielbahnhof der sicheren Energiewende erreichen“, sagen die Vorstände abschließend.

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