Samstag, 21. Mai 2022
Editor's Choice„Wir wollen einen Handel, der für alle Kunden da sein darf“

HV fordert ehestmögliche Abschaffung der 2G-Regel im Handel für alle

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 18.01.2022 | |  
Wie Handelsverband GF Rainer Will sagt, spalte die 2G Regelung im Handel die Gesellschaft und habe keine Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen. Er fordert ua. die ehestmögliche Abschaffung der 2G-Regel im Handel für alle. (Foto: Handelsverband) Wie Handelsverband GF Rainer Will sagt, spalte die 2G Regelung im Handel die Gesellschaft und habe keine Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen. Er fordert ua. die ehestmögliche Abschaffung der 2G-Regel im Handel für alle. (Foto: Handelsverband) Seit 16. November 2021 gilt im österreichischen Handel die 2G-Regelung. Shoppen in den Geschäften abseits der Grundversorgung ist nur noch mit gültigem 2G-Nachweis möglich. Seit 11. Jänner 2022 wird die 2G-Regel verpflichtend in sämtlichen Non-Food-Geschäften kontrolliert. Diese Situation spalte die Gesellschaft und drücke die Umsätze im Handel massiv, wie der Handelsverband sagt und die ehestmögliche Abschaffung der 2G-Regel im Handel für alle fordert.

Seit 11. Jänner 2022 muss die 2G-Regel verpflichtend in sämtlichen Non-Food-Geschäften kontrolliert werden. Menschen ohne Corona-Impfung oder Genesungsnachweis dürfen also selbst mit einem negativen PCR-Test nicht mehr im nicht-lebensnotwendigen Handel einkaufen. Dabei handle es sich um mehr als ein Viertel der Bevölkerung, das seither beispielsweise keine Schuhe, Winterjacken oder Schulbedarf und Bücher mehr im stationären Fachhandel einkaufen kann – „darunter auch zahlreiche minderjährige Konsumenten“, ergänzt der Handelsverband.

„2G Regelung spaltet Gesellschaft & drückt Umsätze im Handel massiv, obwohl Geschäfte laut Virologen sicher sind“

Es ist leider Tatsache: Die Kaufkraft vieler Österreicher – egal ob geimpft oder ungeimpft – verschiebt sich immer stärker zu den digitalen Giganten aus Drittstaaten. Handelsverband GF Rainer Will sagt dazu: „Neben dem volkswirtschaftlichen Schaden verstärkt die 2G-Regelung im Handel aber auch die Spaltung der Gesellschaft, ohne das Infektionsgeschehen zu beeinflussen. Zahlreiche nationale wie internationale Studien (u.a. US-amerikanische Nationale Akademie der Wissenschaften; Conseil scientifique COVID-19 in Frankreich; Stanford University; Epidemiologische Abklärung der AGES) belegen dies. Zuletzt hat auch Deutschlands bekanntester Virologe Christian Drosten (Charité Berlin) bestätigt, dass Schließungen im Handel keine signifikanten Auswirkungen auf das Corona-Infektionsgeschehen haben.“

„Der Handel ist ein Safespot, kein Hotspot. Die Politik muss zur Kenntnis nehmen, dass Kontakt nicht gleich Kontakt ist, und Corona-Infektionen dort bekämpfen, wo sie tatsächlich entstehen. Tausende Handelsbetriebe haben seit Ausbruch der Pandemie lockdownbedingt bereits 152 Einkaufstage verloren„, sagt Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch.

Wir wollen einen Handel, der für alle Kunden da sein darf. Der Lebensmittelhandel beweist täglich, dass sicheres Shopping für alle Menschen in unserem Land aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauern, des losen Kundenkontaktes und der bestehenden Sicherheitsmaßnahmen garantiert ist. Daher fordern wir eine ehestmögliche Beendigung der 2G-Regelung in den Geschäften„, so Rainer Will.

Rasches Ende der 2G-Regel im Handel für Minderjährige analog zur Impfpflicht gefordert

Der Handelsverband fordert anlässlich des am Sonntag präsentierten Gesetzesentwurfs über eine allgemeine Coronavirus-Impfpflicht zudem für alle Personen ab 18 Jahren ein rasches Ende der 2G-Regel insbesondere für Minderjährige. Jugendliche seien zwar ab 14 Jahren entscheidungsberechtigt, ob sie sich impfen lassen wollen, aber im Regelfall noch immer unter der Obhut der Eltern. Diese hätten auch die „Macht“, ihren eigenen Willen (zB. „Lass dich nicht impfen!“) durchzusetzen.

„Manche Jugendlichen können sich nicht impfen lassen, andere wollen sich nicht impfen lassen. In beiden Fällen ist es aus epidemiologischer Sicht nicht nachvollziehbar, warum sie nicht mal mehr Hefte, Bücher oder Schreibwaren für die Schule kaufen dürfen. Denn die Wahrscheinlichkeit, sich beim Einkauf mit Corona anzustecken, ist extrem gering“, erklärt Rainer Will. „Daher sollten Minderjährige analog zur Impfpflicht ab 1. Februar auch bei der 2G-Regelung ausgenommen sein. Diese Form der sozialen Ausgrenzung ist nicht zielführend, sie erhöht nur die psychische Belastung der jungen Generation. Es ist höchste Zeit, die Strategie der Pandemiebekämpfung auf Kosten unserer Kinder und Jugendlichen zu beenden.“

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