Samstag, 21. Mai 2022
Disruptive Veränderungen

Wenn der Markt entschieden hat

Hintergrund | Dominik Schebach | 23.01.2022 | Bilder | | 8  

Dominik Schebach
Es war im vergangenen Herbst, als in Deutschland heftig über ein gesetzlich festgesetztes Ende für den Verbrenner diskutiert wurde. Damals stieß ich in einem Medium auf einen Kommentar, der mich dann doch ein wenig verwunderte. Dort argumentierte der Autor, dass Deutschland sich unbedingt gegen ein offizielles Ablaufdatum für den Verbrennungsmotor stellen müsste, um seine Fahrzeugindustrie mit ihren Arbeitsplätzen zu schützen. Es brauchte ein wenig, bis ich die Quelle meiner Irritation freigelegt hatte.

Der Autor des Kommentars hat ungefähr so schlüssig argumentiert, wie ein Manager eines ehemals führenden nordischen Handyherstellers, der im Jahre 2008 über die Zukunftsaussichten von Featurephones referierte.  Sie erinnern sich, das Jahr eins nach iPhone. Argumente wie Akkulaufzeit, Sprachqualität oder Robustheit zählten auf einmal weniger. Die Kunden wollten Smartphones und die Flexibilität von Apps. Die Konzernführung von Nokia hatte damals den Anbruch des Smartphone-Zeitalters schlicht verschlafen und lief ab diesem Zeitpunkt der Entwicklung im Markt hinterher. Das Bittere war, dass die Finnen damals durchaus Smartphones in der Schublade hatten. Doch sie kamen zu spät und wohl auch zu halbherzig. Der Rest ist Geschichte.

Warum ich das Beispiel aufbringe? Für mich ist diese Episode der Mobilfunkentwicklung ein gutes Beispiel, wie eine Kombination aus Hybris und dem Festhalten an überkommenen Technologien, Designideen oder Geschäftsmodellen selbst mächtige Marktführer zum Absturz bringen können. Wenn der Markt einmal entschieden hat, dann istder Wechsel  nicht mehr aufzuhalten. Heute wird dies als disruptive Veränderungen bezeichnet. Aber solche Brüche in der technischen Entwicklung hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben – und sie werden auch in Zukunft immer wieder vorkommen. Das Erstaunliche ist, dass sie oft von einem einzigen Unternehmen ausgelöst werden, welche als erstes neue Technologien, Eigenentwicklungen und manchmal auch nur revolutionäre Designidee zu einem stimmigen Gesamtpaket verbinden.

Umgelegt auf die deutsche Automobilindustrie bedeutet dies, wenn der Markt das Ende einer Technologie entschieden hat, dann kann ich die besten Verbrennungsmotoren der Welt bauen, sie werden keinen kommerziellen Erfolg mehr haben. Tesla hat demonstriert, dass man alltagstaugliche Elektrofahrzeuge bauen kann, bei denen der Fahrspaß nicht zu kurz kommt. Damit war der Damm gebrochen. Ein Festhalten an dem überkommenen Modell führt unter diesen Umständen in den Untergang. Da hilft dann auch keine politische Rückendeckung mehr.

Die Entscheidung für das Ende des Verbrennungsmotors in seiner derzeitigen Form ist längst gefallen. Immer mehr Kunden steigen um. Ob es da noch ein staatliches Ablaufdatum braucht, darüber kann man diskutieren. Eine eindeutige Motivationshilfe für die ewigen Zauderer ist es allemal. Ein Projekt der Boston Consulting Group mit dem World Economic Forum, CEO Guide to Climate Advantage, zeigt in diesem Zusammenhang zudem, dass innovative Unternehmen die Transformation schneller vorantreiben, als so mancher glaubt. Und viele diese Unternehmen ziehen aus dieser technologischen Führungsposition wieder handfesten Nutzen wie höhere Umsätze oder einen Zugewinn an Marktanteilen.

In so einer Situation kann man nur noch den augenblicklichen Schwung nutzen, um möglichst gut in die nächste Technologie-Generation hinüberzuwechseln, so lange das Fenster noch offen ist. Dabei kann man – um beim Beispiel der Automobilindustrie zu bleiben – überraschend viele Stärken weiterhin nutzen, Wissen mitnehmen oder auf bestehenden Traditionen und Fertigkeiten aufbauen. Die Kunst ist natürlich, rechtzeitig zu wechseln, sodass man den Umstieg planmäßig vollziehen kann und auch unter den neuen Vorzeichen wieder bei den ersten Geigen mitspielt. Dh nicht, dass man jeden Trend mitmachen muss. Man sollte sich allerdings jede neue Entwicklung genau ansehen, und es braucht die unbedingte Bereitschaft, auch einmal Traditionen über Bord zu werfen.

Denn eines sollte man nicht unterschätzen, wurde der Kipppunkt einmal überschritten, so beschleunigt sich die Entwicklung immer mehr und gewinnt eine eigene Dynamik. Wer unter diesen Umständen länger wartet, muss einen größeren Rückstand aufholen, mehr investieren und größere Veränderungen mit einem Schlag bewältigen. Kleinere Unternehmen haben in dieser Situation einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Sie sind felxibler. Deswegen zahlt es sich auch als mittelständisches Unternehmen aus, die Augen offenzuhalten, um solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und für sich zu nutzen.

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Tesla hat bewiesen, dass man alltagstaugliche ELektroautos bauen kann, bei denen auch der Fahrspaß nicht zu kurz kommt. Seither ist der Damm gebrochen.
Tesla hat bewiesen, dass man alltagstaugliche ELektroautos bauen kann, bei denen auch der Fahrspaß nicht zu kurz kommt. Seither ist der Damm gebrochen.
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Kommentare (8)

  1. Hat wirklich der Markt den Technologiewechsel beschlossen? Oder ist vielleicht eine Dynamik entstanden aus einerseits – einer Anti-Verbrenner-Hysterie von technisch wenig versierten Menschen, die die Gesamt-Umweltbilanz von Elektroautos nicht verstanden haben und – andererseits der Autoindustrie, die die viel höheren Margen bei E-Autos gewittert hat und mit Ihrer starken Lobby die Gesetzes und Fördergestaltung bei Regierungen beeinflusst hat? Auch deswegen ist Nokia hier kein guter Vergleich.

    Auch wenn ich ein Fan der technischen Eleganz von Verbrennungsmotoren bin, bin ich ebenfalls überzeugt, dass diese für die Massenverwendung ein Ablaufdatum haben. ABER, die derzeitig E-Auto Technologie ist nicht besonders gut und ich glaube langfristig eher an eine Brennstoffzelle mit kleinem Pufferakku und E-Antrieb. Dort wird aber der Forschung gerade das Wasser abgegraben.
    Daher und aus den folgenden Gründen ist in diesem Fall das „bei den ersten Geigen mitspielen“ m.E. eine eher schlechte Idee.

    • Es gibt unterschiedliche Berechnungen der Gesamt-Umweltbilanz von E-Autos, man kann darüber streiten, aber selbst die Besten, sehen nicht sehr gut aus.
    • Die Umstände unter denen die Rohstoffe für Akkus (Batterien) und Motoren gewonnen werden.
    • Die weitere Abhängigkeit von China.
    • Ich kenne einige ernüchterte E-Auto Besitzer deren Akku nach 4-5 Jahren schon sehr schlecht ist, ein neuer Akku kostet so viel wie der Restwert des Autos beträgt – Also -> wirtschaftlicher Totalschaden.
    • Einige E-Auto Hersteller sind mit einem Softwaretrick dazu übergegangen, sich bei Akku-Lebensdauer viele Reklamationen und Garantiefälle zu ersparen. (so wie manche auch bei anderen Dingen wie z.B. Bremsweg moralisch sehr fragwürdige Entscheidungen getroffen haben)
    • Aufgrund der Neuwagenförderungen sind die Dinger am Gebrauchtmarkt sowieso nicht verkaufbar.
    • Woher kommt der Strom, wenn > XX% des Individualverkehrs auf E umsteigen? Zugegeben -auch das ist lösbar (es wären aber für Deutschland zusätzliche 75-150TWh (bei 100% E-Mobilität im Individualverkehr) was auch kein Klacks ist), es bringt jedenfalls neue Herausforderungen durch den „Flatterstrom“ der jetzt schon für Probleme mit den Netzen sorgt.
    • Wie lässt sich das im Überlandverkehr lösen? Z.B. Infrastruktur und Wartezeiten an Autobahnraststationen.
    • Dort wo E-Mobilität am meisten Sinn macht, in Ballungszentren, werden derzeit 90% aller Anträge auf Ladestationen in Wohnhausgaragen abgelehnt. Ganz zu schweigen von den tausenden, die keinen Garagenplatz haben.
    • Woher kommt das Geld, wenn Milliarden von Mineralölsteuer wegfallen? Ratet mal.
    • Solange kein massiver Ausbau des öffentlichen Verkehrs erfolgt (wir haben aus Wirtschaftlichkeitsgründen, am Land in den letzten 30 Jahren, eher das Gegenteil gemacht) und einige o.g. Herausforderungen gelöst sind, werden Pendler und Durchschnitts-Verdiener sich ein E-Auto weder leisten können noch wollen. Aus Verbraucher Sicht ist also der Tipp mit der „ersten Geige“ ohnehin nur im Reich der akademischen Diskussion einzuordnen.

    P.S.: Als passionierter Autofahrer habe ich den Spaß beim E-Auto Fahren bisher nur begrenzt entdecken können. Bei sportlicher Fahrweise gehen Reichweiten gegenüber der Hersteller Angabe um 70% zurück und nach der vierten Kurve auf der Passstraße schaltet das Auto die Leistung wegen Überhitzung zurück.

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    1. S.g. Vielfahrer
      Sie bringen wertvolle Punkte auf, deswegen möchte hier ein paar Argumente genauer ausformulieren: In Wirklichkeit haben Sie Ihre Frage allerdings selbst beantwortet. Wir als Gesellschaft wissen, dass wir uns nach anderen Antriebstechnologien umsehen müssen. Die Wirkung von CO2 als Treibhausgas wurde von Svante Arrhenius, dem ersten Nobelpreisträger für Chemie, 1895 experimentell nachgewiesen sowie berechnet und seither wurden die Ergebnisse immer wieder bestätigt. Spätestens seit den 80ern wissen wir, dass die Auswirkungen des zunehmenden Treibhauseffekts für die Menschheit nicht positiv sind und dass uns die Zeit davonläuft. Das wissen inzwischen auch viele Endkunden.
      Das ist der externe Impuls für die Verabschiedung des Verbrenners. Aber um den ging es mir hier nicht: Mir ging es um die etablierten Fahrzeughersteller als Beispiel für eine Industrie, die eine entscheidende technische Entwicklung verschlafen haben und nun die Technologie übernehmen müssen, die ein Konkurrent vorgibt. Denn die etablierten Fahrzeughersteller haben zwar nach alternativen Antrieben geforscht, aber im Endeffekt kein marktreifes Produkt auf den Markt gebracht. Entweder waren die technischen Schwierigkeiten zu groß oder aber sie wollten ihre Cash Cow Verbrennungsmotor nicht schlachten.
      Tesla dagegen hatte diesen Rucksack nicht und hat innerhalb von zehn Jahren Elektroautos von belächelten Go-Carts zu konkurrenzfähigen Produkten entwickelt. Mit dem Effekt, dass heute Tesla der wertvollste Fahrzeughersteller ist. Untermauert wird dieser Wechsel durch die Verkaufszahlen. 2021 hatten rein elektrische Fahrzeuge in Deutschland einen Marktanteil von 13%. Seit Jahren verzeichnen rein batteriebetriebene Fahrzeuge jährliche Steigerungen bei den Verkaufszahlen von 80% – und so wie es aussieht, ist der Plafond noch nicht erreicht.
      Jetzt kann man einwenden, Elektroautos werden subventioniert. Das werden Verbrenner allerdings auch – einerseits durch das Dieselprivileg, andererseits müssen für Verbrenner noch immer nicht die wahren Kosten gezahlt werden.
      Nokia ist hier mMn ein guter Vergleich: Hätten sich die etablierten Hersteller früher bewegt, dann müssten sie sich jetzt nicht mit einem Newcomer aus Kalifornien herumschlagen, dem die Investoren ihr Geld hinterherwerfen. Insofern trifft das Beispiel von Nokia den Nagel auf den Kopf.
      Die technische Eleganz eines Verbrennungsmotors ist sein Handicap. Für Akkumulatoren gilt zwar nicht ganz Moores Law, aber die Entwicklung bei den Stromspeichern geht in dieselbe Richtung. Langfristig kann man batteriegetrieben Fahrzeuge billiger bauen.
      Umweltkosten: Dann aber gleiche Rechnung für alle. Die Umweltkosten, Energieverbrauch und CO2-Belastung in der Ölförderung sind gewaltig, und werden von den Proponenten der Verbrenner gewissenhaft ausgeblendet.
      Die weitere Abhängigkeit von China ist ein Problem und wird größer, wenn sich die Europäer und Amerikaner nicht am Riemen reißen. Das ist aber kein Argument gegen Elektrofahrzeuge. Die Rohstoffe für die Erzeugung von Akkumulatoren usw sind weltweit verfügbar bzw recycelbar. China hat nur derzeit die größten Produktionskapazitäten, weil es die Minen weiter betrieben hat, als alle anderen wegen der Kosten zusperrten. Im Endeffekt wird aber bereits nach Ersatzstoffen geforscht. Hier ist mehr Dynamik zu sehen als bei der Brennstoffzelle.
      Nutzungsdauer von Elektrofahrzeugen: Interessanter Punkt. Zu Beginn hieß es, dass Elektrofahrzeuge nach drei Jahren zum Schmeißen sind. Dann nach fünf. Inzwischen acht…
      Nach den von mir gefundenen Zahlen der Deutschen Automobil Treuhand bewegten sich in Deutschland die Verkaufspreise von gebrauchten Elektrofahrzeugen bis Mitte 2020 auf dem Niveau von Benzinern. Im Vorjahr gab der Wert nach, weil neue Technologien – wie Schnellladetechnik usw auf den Markt gekommen sind. Außerdem ist laut Deutsche Automobil Treuhand der Wertunterschied zwischen einem Neuwagen und einen Gebrauchtwagen zu gering, weswegen die Käufer gleich zu den Neuwagen greifen. Langfristig geht man davon aus, dass batterieelektrische Fahrzeuge wertstabiler sind.
      Zusätzliche Energie ist laut einer Studie von 2019 nicht das Problem. Was fehlt, ist die Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Das ändert sich gerade durch den Nachfragedruck. Andererseits können Batteriegetriebene Fahrzeuge genau diesen Flatterstrom der alternativen Energieerzeuger aufnehmen – und sogar zu Netzstabilisierung beitragen. Die Technologie ist da. Was fehlt sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Aber die kann man ändern.
      Überlandverkehr: Bessere Batterietechnik. Und wenn die europäischen Hersteller hier keine Lösung finden, die Chinesen haben eine in der Schublade. Dort werden derzeit Wechsel-Akkus für E-Autos standardisiert. Damit ist das Nachladen in 30 Sekunden erledigt. Das schafft man nicht einmal mit einem Verbrenner.
      Preis s.o. – Ansonsten stimme ich Ihnen zu. Es ist sinnlos, dass 100.000 Menschen täglich nach Wien pendeln, um im Büro den Telefonhörer abzuheben. Wie man das ändern kann, haben wir gerade erst gesehen.
      Fahrspaß: Solange Sie die wahren Kosten bezahlen, bleibt ihnen der Fahrspaß des Verbrenners unbenommen. Verbrenner werden sich allerdings in wenigen Jahren in einer Nische wiederfinden. Damit wird auch der Erhalt der Infrastruktur unwirtschaftlich und Treibstoff für viele unleistbar. Ich glaube zwar nicht, dass Benzin wieder in der Apotheke verkauft wird, aber das Tankstellennetz wird drastisch ausgedünnt und die Treibstoffpreise auch deswegen anziehen. Wer in den kommenden Jahren einen Benziner kauft, hat eine hohe Chance auf einen wirtschaftlichen Totalschaden, weil das Fahrzeug unverkäuflich sein wird.
      Damit kehren wir zum ursprünglichen Argument zurück: Wer aus Rücksicht auf Cash Cows oder Traditionen den Punkt zum Wechseln verschläft, rennt hinterher.
      Viele Grüße
      Dominik Schebach

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      1. Sie mögen in einigen Punkten nicht unrecht haben.
        Das Thema Wechselakku gab es bereits einmal in Europa (Renault?) und es war wirtschaftlich nicht darstellbar. Alleine die Vorhaltung von geladenen Akkus an vielen Tauschstellen rentiert sich nicht und wird es frühestens erst dann, wenn es einheitliche Akkuboxen in jedes Auto passend geben würde, davon kann man nicht ausgehen.
        Das Netz ist jetzt schon derart „verschmutzt“, dass noch mehr Belastung schlicht die Gefahr eines Blackouts erhöht und der Mehrverbrauch wird das System an die kritische Grenze bringen.
        Die Akzeptanz von E-Autos wird in den Großstädten entschieden, denn es wäre utopisch zu glauben, dass man sich so ein Auto kauft, wenn es in der eigenen Gasse bei sagen wir 200 Fahrzeugen (inkl. Garagenplätze) nur wenige Ladepunkte gibt. Macht keiner, die Leute wollen ihr Auto abstellen und aufladen. Jetzt ist das noch einfach, die paar E-Autos kann man problemlos an einer freien Ladestation anhängen.. Wenn aber zB die Gemeinde Wien ihre Garagen in den Wohnhausanlagen nicht rasch mit Ladestationen ausstattet, wird das nichts. Wenn man sich das Tempo bei thermischer Sanierung ansieht, kann man sich vorstellen wie viel Zeit für die Nachrüstung von Stellplätzen vergehen wird.
        Da stellt sich weiter die Frage wer von den privaten Bauträgern so eine Umrüstung vorfinanzieren kann und will.
        Dann wäre noch der Kostenfaktor der Ermöglichung Fahrzeuge fast überall zu laden. Es wird letztlich Milliarden kosten die Infrastruktur anzupassen (Straßen aufgraben, Trafos und Leitungen tauschen oder verstärken, Ladesäulen, usw.). Die paar kosmetisch verteilten Ladesäulen spürt man natürlich noch nicht. Errichtung im größeren Stil wird die öffentliche Hand über Finanzierung vorstrecken müssen und bis die Ausgaben wieder durch Steuern auf E-Autos hereinkommen werden Jahrzehnte vergehen.
        Und wenn alle Voraussetzungen gegeben sind…Trotz Förderung können sich viele Konsumenten den Umstieg einfach nicht leisten, schon deshalb wird es sehr lange dauern, bis der Verbrenner von der Straße verschwindet und daher wird man Treibstoff weiter subventionieren, um die Mobilität aufrecht zu erhalten. Private Autos werden über ein Jahrzehnt gefahren, mehr als jeder Akku wahrscheinlich mitmacht. Einen Tauschakku wird man wahrscheinlich später mit den Kosten eine Verbrennungsmotors beziffern können und das bei fast jedem Auto. Realistisch gesehen wird das zu Problemen in der Finanzierung führen.
        Und wenn man sich die Kosten je Kilometer ansieht, dann ist Strom nicht wirklich billig. Die Preise für das Laden von Fahrzeugen sind teilweise schon erheblich gestiegen und auch hier darf man von weiteren Steigerungen ausgehen, denn private Firmen lassen sich weitere Ladesäulen natürlich vorfinanzieren.

        Das E-Auto in der heutigen Form kann nur eine Übergangsphase sein. Ihren Beitrag fand ich trotz meiner Kritik sehr spannend und informativ.

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  2. Tesla? Das ist doch ein Witz!

    „Gigafactory“ in Grünheide: Tesla kneift bei Infos

    Umweltverbände kritisieren, dass Tesla wichtige Informationen bei der Auslegung des dritten Bauantrags geschwärzt hat.

    Wie Tesla mit der Kritik von AnwohnerInnen und UmweltschützerInnen umgeht, war vor einer Woche deutlich geworden, als Unternehmenschef Elon Musk zusammen mit CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet die Baustelle besuchte. Angesprochen auf die Bedenken bezüglich des Wasserhaushalts in der Umgebung brach Musk in schallendes Gelächter aus: „Hier überall Wasser“, gluckste er, „es regnet viel. Das ist lächerlich“.

    https://taz.de/Gigafactory-in-Gruenheide/!5792265/

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  3. Also wenn es um E-Mobilität geht, und mir einer Journalist ein Elektro-Auto schmackhaft machen möchte, dann weiß ich nicht so recht, ob der Schreiber das Ernst meint – wo kommen die Einzelteile der Batterie her, wo kommt dann der viele Strom her usw …. Wie kann man in Strom-Autos so verbohrt und verblendet sein, das ist und bleibt und MUSS es auch, eine Sackgasse bleiben, AUSSER wir bekommen den Strom umweltfreundlich und sinnvoll in die Batterie und wir schaffen eine Batterie zu bauen, ohne „seltene Erden…. usw“ – denn immer noch gilt: DIESEL ist das Maß der Dinge (und es wird schon einen traurigen Grund haben, warum Rudolf Diesel auf komische Art und Weise – sprichtwörtlich – untergetaucht ist… R.I.P (und wegen Nokia, ja, das waren die besten, ja leider, vermutlich wohl ein grober Management-Fehler der da passierte, schade drum)

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