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Freitag, 19. April 2024
Statements von Christian Bräuer und Andreas Wirth

Elektrotechniker: Worte des alten und neuen Bundesinnungsmeisters

Energiezukunft E-Technik Die Branche | Wolfgang Schalko | 06.10.2023 | |  Menschen, Wissen
Bundesinnungsmeister Christian Bräuer will die Elektrotechnik weiter als Zukunftsbranche positionieren. Bundesinnungsmeister Christian Bräuer will die Elektrotechnik weiter als Zukunftsbranche positionieren. Am 27.September wurde der bisherige Bundesinnungsmeister und auch Landesinnungsmeister des Burgenlandes, Andreas Wirth, zum Wirtschaftskammerpräsident von Burgenland bestellt. Er stand seit 2019 an der Spitze der österreichischen Elektrotechniker. Mit 28. September hat der Wiener Innungsmeister und bisherige BIM-Stv. Christian Bräuer offiziell die Führung der Interessenvertretung auf Bundesebene übernommen. Als seine Stellvertreter fungieren der OÖ Landesinnungsmeister Stephan Preishuber sowie Günther Kober aus der NÖ Landesinnung.

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Landesinnungen und werde diese Herausforderung ganz im Sinne unserer Mitglieder mit vollem Elan und Tatkraft in Angriff nehmen. Ich kann dabei auf einer hervorragenden Vorarbeit von Andreas Wirth aufbauen und den Erfolgsweg unserer Branche weiter ausbauen. Unsere Berufsbilder müssen als echte Zukunftsbranchen etabliert werden und bei der Bevölkerung, aber auch der Politik als zuverlässig, modern, sicher und fachlich bestens ausgebildet wahrgenommen werden“, so der neue Bundesinnungsmeister Christian Bräuer zu seinen Zielen. Dabei dürfe aber nicht nur der Fachkräftemangel, sondern müsse auch der Arbeitskräftemangel in den Fokus der Aufmerksamkeit gebracht und geeignete Maßnahmen für die Mitgliedbetriebe gesetzt werden.

„Vom Ausbau erneuerbarer Energieträger und zugehörigen Verteilungsnetzen über Energiespeicher, Klimaschutz und nachhaltiger Mobilität bis hin zu automatisierten und energieeffizienten Gebäuden sowie modernen und sicheren Kommunikationsanlagen – bei all diesen großen Themen braucht es die Expertise unserer gesamten Branche“, so Bräuer.

In den nächsten Wochen will Bräuer zudem die e-Marke auf den Prüfstand stellen: Er versteht diese als Abbildung der Wertschöpfungskette und will dementsprechend Gespräche mit dem Großhandel und der Industrie führen, ob die Positionierung in der aktuellen Form weiterhin gewünscht ist bzw. ob und wo es etwaige Änderungen braucht. Die Ergebnisse sollen noch im Oktober auf dem Tisch liegen.

Klare Ansage: „Wer will, der kann!”

Die Sondersitzung des Wirtschaftsparlaments am 27. September war der große Rahmen zur Übergabe an der Spitze der burgenländischen Wirtschaftskammer. Als neuer Wirtschaftskammerpräsident betonte Andreas Wirth gleich in seiner Antrittsrede, dass er sofort mit der Arbeit in den Bezirken und vor Ort beginnen werde: „Die Wirtschaftskammer ist gut aufgestellt und der Garant für eine schlagkräftige Vertretung der Wirtschaft im Burgenland. Ich starte umgehend eine Tour durch das Land und möchte mit möglichst vielen Unternehmerinnen und Unternehmern das Gespräch suchen. Für mich ist das Burgenland das Land der Möglichkeiten für Unternehmen und das soll es auch bleiben. Wer will, der kann!“

Spitzenwechsel in der WK Burgenland: Der scheidende Präsident Peter Nemeth, sein Nachfolger Andreas Wirth und WKÖ-Präsident Harald Mahrer bei der Amtsübergabe (v. l.; ©WKB/Lexi).

Als besonderes Anliegen nannte Wirth die Lehrlingsausbildung und die Bekämpfung des Facharbeitermangels: „Wer in Österreich erfolgreich eine Lehre absolviert hat, der hat eine weltweite Jobgarantie – wir werden allerorts beneidet für unser duales Ausbildungssystem. Darauf können wir stolz sein.“

Worte des scheidenden Bundesinnungsmeisters Andreas Wirth an die Mitglieder

Andreas Wirth hat außerdem persönliche Abschiedsworte an die Kollegen, Innungsmitglieder und Wegbegleiter gerichtet – hier das Rundschreiben im O-Ton:

Liebe Elektrikerinnen und Elektriker, geschätzte Kolleginnen und Kollegen,

fünf Jahre lang durfte ich nun die Interessen der österreichischen Elektrikerinnen und Elektriker vertreten, mit ihnen für optimale Rahmenbedingungen kämpfen und die Branche fit für die Herausforderungen und Chancen der Zukunft machen. Diese Zeit war herausfordernd, aber zugleich enorm motivierend und erfüllend. Gerade die Corona-Pandemie hat von uns allen extrem viel gefordert und uns als Branche, aber wohl auch jeden einzelnen Betrieb, an die Grenzen der Belastbarkeit geführt. Dennoch ist es uns gelungen, auch diese Turbulenzen zu meistern und unsere Stabilität und Leistungsfähigkeit zu bewahren. Dies ist in erster Linie Eurem Einsatz und Eurer Kompetenz, aber auch Euerer Geduld und Beharrlichkeit zu verdanken.

Die vergangenen Jahre haben aber auch gezeigt, dass wir als Elektrikerinnen und Elektriker mit unserer Arbeit mehr denn je am Puls der Zeit sind. Die großen Fragen unserer Zeit – ob Energiekrise, Klimawandel, Digitalisierung oder Mobilität – sind untrennbar mit unserer Expertise, der Weiterentwicklung in der Industrie und unserer Rolle als kompetente Partner der Menschen in den Regionen und Gemeinden verbunden. Als diese werden die Aufgaben für die heimischen Elektrikerinnen und Elektriker nicht weniger, im Gegenteil: Es wird auch in Zukunft unsere volle Power und perfekt ausgebildetes Personal benötigen, um den immer stärker diversifizierten Anforderungen an uns gerecht zu werden. Doch dahingehend blicke ich uneingeschränkt positiv in die Zukunft, denn die Potenziale für die Branche sind ebenso groß wie es auch die Attraktivität der Branche für junge Menschen ist.

Neben einem neuen Branchenauftritt samt der Marke „Elektriker Österreich“ ist in diesen Jahren auch ein dichtes Netzwerk entstanden, dass die gemeinsame Schlagkraft – auch im Zusammenwirken mit der Politik, dem Großhandel und der Industrie hoffentlich nachhaltig erhöht hat. In Erinnerung bleiben hier unter anderem die zahlreichen Besuche quer durch unsere Branche und Österreich, das Initiieren internationaler Kontakte sowie die erfolgreichen Anstrengungen zur Erhöhung der Lehrlingszahlen.

In diesem Sinne bedanke ich mich für die Zusammenarbeit innerhalb unserer Unternehmen und möchte auch die Gelegenheit nützen, meinem Nachfolger Christian Bräuer und seinem Team viel Erfolg für seine neue Aufgabe als Bundesinnungsmeister zu wünschen.

Im Herzen 100% Elektriker Österreich

Euer Andi

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