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Samstag, 15. Juni 2024
Wirtschaftsministerin skizziert düstere Bild für die Wirtschaft

CoV: Schramböck warnt vor „Einbußen von 70% bis 80%“

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 16.03.2020 | |  Wissen
Im Interview mit dem Standard skizzierte Margarete Schramböck ein düsteres Bild für die Wirtschaft. Sie rechnet in gewissen Branchen mit Einbußen von bis zu 80%.  (Bild: IchSelbst!/ pixelio.de) Im Interview mit dem Standard skizzierte Margarete Schramböck ein düsteres Bild für die Wirtschaft. Sie rechnet in gewissen Branchen mit Einbußen von bis zu 80%. (Bild: IchSelbst!/ pixelio.de) Im Interview mit dem Standard skizzierte Margarete Schramböck ein düsteres Bild für die Wirtschaft. Vielen Unternehmen und Branchen sei die Geschäftsgrundlage teilweise weggefallen. Sie spreche hier von Einbußen von 70% bis 80% in einzelnen Branchen wie Tourismus oder auch bei Ein-Personenunternehmen, so die Wirtschaftsministerin.

„Vielen Unternehmen und Branchen ist die Geschäftsgrundlage teilweise weggefallen. Wir sprechen hier von Einbußen von 70% bis 80%“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck im Gespräch mit dem Standard.

Der Krisenfonds der Regierung hätte keine Auswirkungen auf die Schadenersatzzahlungen für jene Betriebe, die auf staatliche Anordnung geschlossen haben. Dies werde nicht mit den vier Milliarden Euro des Krisenfonds gegengerechnet. Das Epidemiegesetz werde diesbezüglich nicht geändert.

„Heute noch keinerlei Prognose“

„Die Coronavirus-Krise geht an niemandem vorüber“, so Schramböck. „Wir können heute noch keinerlei Prognose stellen, wie lange die Situation andauert und wie sich die Lage volkswirtschaftlich entwickelt. Sollten die vier Milliarden zu wenig sind, wird nachgebessert.“

Es gebe allerdings auch positive Signale wie zB die Wiederaufnahme der Produktion in China. „Viele Lieferungen sind auf Containern wieder unterwegs“, sagt Schramböck gegenüber dem Standard.

Zu den Details der Neuregelung der Kurzarbeit hielt Schramböck fest: „Die Arbeitszeit kann bis auf null reduziert werden, bisher waren es zwischen 10% und 90%. Die große Bedeutung der Kurzarbeit liegt in ihrer Flexibilität. Es können Bereiche eines Unternehmens, zum Beispiel die Produktion, weiter voll in Betrieb bleiben, während die restlichen Teile kurzarbeiten.“

Auf die Frage des Standard, was für Ein-Personenunternehmen getan wird, sagt die Ministerin: „EPUs haben die Möglichkeit, sich an die Sozialversicherung der Selbstständigen zu wenden, um zinsenfreie Stundung oder Ratenzahlung der Sozialversicherungsbeiträge zu beantragen. Zudem kann in einer Woche um Steuerstundung und Herabsetzung der Steuervorauszahlung angesucht werden. Zudem gibt es einen Fonds für Härtefälle, bei denen weder Garantien noch Kurzarbeit infrage kommen.“

Der Standard fragte zudem: „Wo liegt der Fokus bei mittelständischen Betrieben?“ Schramböck dazu: „Neben Kurzarbeit und Steuerstundung gibt es hier Garantien der Austria Wirtschaftsservice. Auch hier wird es zu einer Erweiterung des Umfangs kommen.“

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