Freitag, 5. Juni 2020
Mehr Flexibilität für Lieferanten

Warenversicherer Euler Hermes reagiert auf Corona-Krise

Hintergrund | Dominik Schebach | 27.03.2020 | |  
Die Kreditversicherer werden zunehmend aktiv. Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, reagiert nun auch der deutsche Warenkreditversicherer Euler Hermes: Bis Ende Mai können demnach Hersteller die Zahlungsziele für Kunden ohne Rücksprache um maximal 60 Tage verlängern.

Mit dem Schritt erhalten Lieferanten mehr Flexibilität, um ihren Kunden im Handel während der Corona-Krise vielleicht etwas entgegenzukommen. So könnten diese bis Ende Mai Kunden mit ihren Abnehmern ohne vorherige Rücksprache die Zahlungsziele um maximal 60 Tage verlängern, teilte die Allianz-Tochter gegenüber der Lebensmittelzeitung mit. Verlängert werde auch die Frist zur Einreichung vom Forderungen zum Inkasso: Die beträgt nun 30 Tage. Beides gelte für kumulierte Forderungen bis zu einem Rahmen in Höhe von 500 000 Euro.

„Euler Hermes hat zahlreiche Maßnahmen initiiert, um Unternehmen in Deutschland in diesen schwierigen Zeiten bestmöglich zu unterstützen„, zitiert die Lebensmittelzeitung eine Sprecherin des größten deutschen Warenkreditversicherers. Ein besonderer Schwerpunkt soll demnach auf der Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 25 Mio Euro liegen.

Neben Euler Hermes ist auch Coface aktiv geworden. Dieser Kreditversicherer hat diese Woche die Frist für die Benachrichtigung bei überfälligen Forderungen auf 60 Tage verlängert.

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