Donnerstag, 16. Juli 2020
wogibtswas.at Studie: „Informationsverhalten bei Aktion & Angebotskommunikation im Handel“

Handel: Weg vom Flugblatt, hin zu digitalen Formen

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 23.06.2020 | |  
Für 68% der befragten Österreicher hat die Digitalisierung der Angebotskommunikation das Print-Flugblatt zum Teil ersetzt. (Grafik: wogibtswas.at) Für 68% der befragten Österreicher hat die Digitalisierung der Angebotskommunikation das Print-Flugblatt zum Teil ersetzt. (Grafik: wogibtswas.at) Das Informationsverhalten von Konsumenten bei der Angebotskommunikation im Handel analysierte das Aktionsportal wogibtswas.at. Das Ergebnis: Die Einbindung der digitalen Kommunikation wird immer wichtiger.

Um Konsumenten flächendeckend zu erreichen, braucht es mittlerweile eine immer stärkere Einbindung der digitalen Kommunikation. Das zeigt eine von mindtake im Auftrag von wogibtswas.at durchgeführte Studie mit dem Titel „Informationsverhalten bei Aktion & Angebotskommunikation im Handel“.

Untersucht wurde das Informationsverhalten der Österreicher in Bezug auf Aktionen und Angebote von Handelsunternehmen. Die Tendenz sei laut den Studienautoren klar erkennbar. Es geht immer mehr weg vom Print-Flugblatt und hin zu digitalen Formen. Auf die Frage, wie man sich über Aktionen und Angebote informiere, geben 64,7% an, das über Print Flugblätter zu tun. 2016 waren es noch 86,6%.

Jeder Zweite (53%) empfindet heute die Menge an zugestellten Flugblättern als zu viel. Wie die Studienautoren sagen, sei vor allem die wachsende Bedeutsamkeit der Umwelt ein Grund dafür. 65% würden künftig auf Print-Flugblätter verzichten, um dadurch Papiermüll zu vermeiden. „Aktuell wird das Flugblatt oftmals ungelesen weggeworfen. Verglichen mit den Antworten der Probanden aus der Studie in 2016, entsorgen in diesem Jahr 53% mehr das Print-Flugblatt einfach – ohne wirklich einen Blick rein zu werfen – im Altpapier. Das ist Papiermüll, der sich ganz leicht vermeiden ließe“, sagt Oliver Olschewski, Geschäftsführer von wogibtwas.at.

Würden künftig viele Händler auf das gedruckte Flugblatt im Postkasten verzichten und es stattdessen digital verfügbar machen, geben 58% der Teilnehmer an, dass ihnen das Print-Prospekt nicht fehlen würde.

Die Attraktivität klassischer Postwurfsendungen im Briefkasten, wie Flugblatt, Prospekt oder Katalog, nimmt also immer mehr ab. Auf Aktions- und Flugblattportalen im Internet und am Handy informieren sich 2020 41,4%, 2016 waren es 31,5%. Das Print-Flugblatt liegt zwar immer noch an erster Stelle, aber digitale Formen holen auf, wie Olschewski feststellt. Auch die Händler Websites dienen für 40,9% und die E-Mail-Newsletter für 37,9% der Befragten als Informationsquellen. Sehr beliebt ist laut Studie auch, sich über Aktionen und Angebote direkt im Geschäft (46%) schlau zu machen. Bei der vorliegenden Studie gab es bei der Frage nach den Informationsquellen auch erstmals die Antwortmöglichkeit „Social Media“. 19,1% der Befragten meinen, sich hier über Aktionen und Angebote zu informieren. In der Zielgruppe der 19- bis 29-Jährigen sind dies gar 45,7%.

Immerhin 64,7% der Befragten informieren sich über Print Flugblätter. 2016 waren es allerdings noch 86,6%. (Grafik: wogibtswas.at)

Die junge Zielgruppe

Gerade bei den Jüngsten wird Postwurf zunehmend unattraktiver. In der Gruppe der 19- bis 29-Jährigen sank die Flugblatt-Nutzung von 82,3% im Jahr 2016 auf 51,6% im Jahr 2020. 39% der jungen Probanden gaben an, dass sie gerne den „Bitte keine Werbung“-Sticker hätten, würde man Ihnen diesen zuschicken.

„Eindeutiges Ergebnis“

Laut den Studienautoren liefert die Befragung ein „eindeutiges Ergebnis“. Denn für 35% der Österreicher, die an der Studie teilnahmen, habe die Digitalisierung der Handelskommunikation bereits das Flugblatt ersetzt. Bei den jungen Erwachsenen trifft dies sogar für 54% zu. Gerade diese Zielgruppe macht sich über Angebote lieber online oder am Handy schlau. Insgesamt informieren sich nur mehr 5,1% ausschließlich über Print-Flugblätter.

Auf die Frage, ob man dem Print-Flugblatt treu bleiben oder künftig lieber online schmökern wolle, gaben 70% der Studienteilnehmer an, sich in Zukunft über Angebote und Flugblätter online informieren zu wollen.

„Wie die Flugblattstudien der letzten Jahre gezeigt haben, geht der Trend ganz klar weg vom Postwurf und hin zu digitalen Formen. Der Umweltgedanke und damit zusammenhängend die Vermeidung des Papiermülls spielen dabei eine immer größere Rolle“, fasst Oliver Olschewski die Ergebnisse zusammen.

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