Mittwoch, 29. September 2021
HV und otago: „Digital Visibility Report 2021“

Die „digitale Lage“ des österreichischen Einzelhandels

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 29.06.2021 | |  
„Digital Visibility Report 2021“: Die Top 20 in der Kategorie Computer & Elektro. „Digital Visibility Report 2021“: Die Top 20 in der Kategorie Computer & Elektro. Handelsverband und otago Online Consulting präsentierten bereits zum dritten Mal den „Digital Visibility Report“, eine umfangreiche Studie zur Suchmaschinen-Sichtbarkeit im österreichischen Einzelhandel. Amazon war schon im letztjährigen Ranking Platzhirsch in vielen Branchen, erobert aber in diesem Jahr zusätzlich die ersten Plätze in den Bereichen Fashion, Wohnen und Elektronik. Nach 14 Monaten Pandemie zeigt der Report erneut, welche Händler in der Suchmaschine Google am sichtbarsten sind.

Die A-Lage in der digitalen Welt ist die erste Ergebnisseite der Suchmaschine Google. Wer es dorthin nicht schafft, wird von den Konsumenten schlicht nicht gesehen, sagen Handelsverband und otago, die sich im Zuge des „Digital Visibility Reports 2021“ angesehen haben, wie es um die „digitale Lage“ des österreichischen Einzelhandels steht und welche Händler sich die besten Google-Positionen gesichert haben.

„Für Erfolg im digitalen Handel braucht es mehr als einen Webshop. Entscheidend ist die Sichtbarkeit für potenzielle Kunden. Die Standortfrage stellt sich – mehr denn je – nicht nur für Filialen, sondern auch für die Positionierung in der digitalen Welt. Je nach Altersgruppe recherchieren zwischen 64% und 80% der Konsumenten vor dem Kauf von Produkten über Suchmaschinen“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. „Dass Amazon hier als Gewinner hervorgehen würde, war zu erwarten. Aber ich freue mich außerordentlich, dass österreichische Top-Omnichannel-Händler – nicht wegen sondern trotz Krise – hoch ranken und zum Teil sogar zulegen konnten. Sprich: Sie haben die Reichweite ausgebaut und Optimierungspotenziale gehoben, um Interessierten näher zu sein. Die Ergebnisse teilen wir mit allen KMU, die kostenfrei unter [www.kmu-retail.at] (http://www.kmu-retail.at/) angemeldet sind, um den Digitalstandort Österreich voranzubringen.“

Markus Inzinger, Eigentümer von otago, sagt: „Die größte und mit Abstand beliebteste Suchmaschine ist Google – 94 Prozent der Österreicher suchen und finden hier Produkte wie Dienstleistungen. Auch in Zukunft wird sich diese Entwicklung fortsetzen. Wer online nicht sichtbar ist, wird nicht gefunden und kann im Webshop keine Abschlüsse machen. Eine vertane Chance, denn E-Commerce boomt und ist gekommen, um zu bleiben.“

Im Digital Visibility Report 2021 hat Amazon in fast allen Warengruppen überholt und belegt den ersten Platz. Der Online-Gigant setzt sich an die Spitze der Rankings in den Bereichen Fashion (vor Zalando), Wohnen (vor XXXLutz), Elektronik (vor MediaMarkt), Drogerie, Bücher und Sport. Insgesamt 30 Ränge hat der Pure Onliner zugelegt – über alle Warengruppen hinweg.

SEO zahlt sich aus

Dass SEO sich auszahlt und der Zug nie abgefahren ist, machen gleich drei Händler vor: Der österreichische Biohof adamah.at war 2020 gar nicht in den Charts vertreten, ist dieses Jahr aber auf Platz 9 bei Lebensmitteln. Interspar ist von Platz 14 auf Platz 2 gerückt und Unimarkt von 16 auf 5.

Handelsverband und otago sagen: „Händler, die (noch) keine wettbewerbsfähige, organische Position in der Suchmaschine erreichen, können sich via Vergleichsplattformen und Marktplätzen eine gute Sichtbarkeit erkaufen. Branchenübergreifend erzielt – nach Amazon – idealo.at die besten Ergebnisse, gefolgt von ebay.at, ladenzeile.at und wogibtswas.at. Als einziger österreichischer Marktplatz findet sich – erstmalig – auch shoepping.at im diesjährigen Report.“

Top Retailer nach Warengruppe

In der Kategorie „Computer & Elektronik“ liegt amazon.de auf Platz1, gefolgt von mediamarkt.at und conrad.at.

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